Heilbronner „Karte der Armut“ veröffentlicht

Als einen Wegweiser durch eine prekäre Welt hat das Heilbronner Bündnis UmFairteilen seine Karte der Armut veröffentlicht.

Karte der ArmutAuf einem Stadtplan von Heilbronn sind die Orte eingezeichnet, wo Arme anzutreffen sind: bei der Arbeitsloseninitiative in der Gartenstraße, im Jobcenter in der Rosenbergstraße, im Tafelladen in der Cäcilienstraße oder beim Secondhandladen Am Wollhaus. Das sind Anlaufstellen, an denen soziale Institutionen und Ehrenamtliche die Not dieser Personengruppe zu lindern versuchen.

Wir haben bewusst davon Abstand genommen, auf dieser Karte Wohngebiete von Armen und Reichen einzuzeichnen“, sagt Bündnissprecherin Silke Ortwein vom DGB. Trotzdem habe man das arme Gesicht einer reichen Stadt zeigen wollen. In Heilbronn leben derzeit 11 000 Hartz-IV-Empfänger (fast neun Prozent aller Einwohner der Stadt) sowie 1200 Senioren, die ihre Rente vom Sozialamt aufstocken lassen müssen. Außerdem fehle es an bezahlbaren Wohnungen.

Dem setzt das Bündnis die Zahl von 44 Heilbronner Einkommensmillionären gegenüber. Ortwein: „Wir finden, dass die Reichen mehr an der Finanzierung des Gemeinwesens beteiligt werden müssen.“ Gefordert werden eine einmalige Vermögensabgabe, eine dauerhafte Vermögenssteuer und eine wirksame Finanztransaktionssteuer.

Pressekonferenz zur Veröffentlichung der Heilbronner Karte der Armut

Weitere Unterlagen

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